Was ist Waldbaden
Waldbaden, japanisch Shinrin Yoku, ist ein achtsamer, langsamer Aufenthalt im Wald, bei dem du die Natur bewusst mit allen Sinnen wahrnimmst. Anders als beim Wandern geht es nicht um Strecke oder Tempo, sondern darum, im Hier und Jetzt anzukommen. Der Begriff stammt aus Japan: Dort hat die Forstbehörde Shinrin Yoku 1982 als Teil eines gesunden Lebensstils eingeführt. Seitdem wird erforscht, wie der Wald auf Körper und Psyche wirkt. Studien deuten unter anderem auf weniger Stress, einen niedrigeren Blutdruck und eine bessere Stimmung hin. Eine geführte Waldbaden-Einheit dauert meist etwa zwei Stunden. Christine Reise bietet geführtes Waldbaden in Wunstorf in der Region Hannover an.
Die wertvolle Medizin des Waldes
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt Stress die Epidemie des 21. Jahrhunderts.
Deshalb gilt es Wege zu finden, mit dem Stress umzugehen. Nicht nur für unsere eigene Gesundheit, sondern auch im Sinne des öffentlichen Gesundheitswesens. Stress abzubauen oder persönlich wieder in die eigene Balance zu kommen, ist die größte Herausforderung für die Zukunft.
Die gute Nachricht ist, dass schon ein wenig Zeit in der Natur einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden haben kann.
Ein z.B. zweistündiges Waldbad hilft uns, sich von der Technologie zu lösen und eine Entschleunigung in Gang zu setzen. Es bringt uns in die Gegenwart zurück, besänftigt und entspannt uns.
Wenn wir uns mit allen Sinnen mit der Natur verbinden, profitieren wir auf vielfältige Weise von der Fülle der Natur.
Seit den 80er Jahren wird Waldbaden in Japan gefördert und erforscht. Eine Übersichtsarbeit der LMU München, die über 130 Studien zusammenfasst, deutet darauf hin, dass Waldbaden:

- helfen kann, Stress abzubauen (gemessen z. B. am Stresshormon Cortisol)
- mit einem niedrigeren Blutdruck einhergeht
- sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirken kann
- zu mehr innerer Ruhe und Klarheit beitragen kann
- die Stimmung heben und Gefühle wie Angst und Niedergeschlagenheit verringern kann
- in Studien von Dr. Qing Li die Aktivität bestimmter Immunzellen, der natürlichen Killerzellen, erhöhte.
Unsere Beziehung zum Wald
Wir alle wissen, wie gut es uns tut, in der Natur zu sein. Wir wissen es seit Jahrtausenden. Die Geräusche des Waldes, der Geruch der Bäume, das Spiel des Sonnenlichts zwischen den Blättern, die frische, saubere Luft – all dies sorgt dafür, dass wir uns im Wald wohlfühlen.
Stress und Sorgen fallen von uns ab, wir entspannen uns und können klarer denken. Der Aufenthalt in der Natur hebt unsere Stimmung, gibt uns unsere Energie und Vitalität zurück, erfrischt und verjüngt uns.
Das alles spüren wir im tiefsten Inneren.
Doch woher kommt dieses Gefühl, das so schwer in Worte zu fassen ist? Was liegt dahinter?
Wie kommt es, dass die Natur diese Empfindungen in uns auslöst?
Waldbaden oder Shinrin Yoku
Shinrin Yoku bedeutet in Japan, ein Bad im Wald zu nehmen. Den Wald mit allen Sinnen wahrzunehmen. Es ist kein Wandern, Joggen oder unbewusstes Laufen im Wald.
Ein wertschätzendes Eintreten in den Wald als eigenen Organismus. Ein sich öffnen zum Rhythmus des Waldes und bewusst mit allen Sinnen im Wald ankommen.
Wenn wir uns dem Wald hingeben, erfahren wir nicht nur die regenerierende Kraft der Natur, sondern auch die tiefe Verbindung zur Welt um uns herum.

Shinrin Yoku lehrt uns:
- ganz im Hier und Jetzt zu sein
- den Einklang mit allem zu spüren
- ein Teil von allem zu sein.
Die Natur schenkt uns unermüdlich Erholungs- und Erneuerungskraft.
Das Waldbaden ist weit mehr als eine Bewegung in freier Natur. Es ist ein Eintauchen mit Körper, Geist und Seele.
Es ist eine Reise zurück zu unseren Wurzeln, zu dem Ort, an dem unsere Verbindung zur Natur entstanden ist.
Die Biophilia – Hypothese
Aus "Die wertvolle Medizin des Waldes“ von Dr. Qing Li. Er zählt zu den weltweit führenden Experten für Waldmedizin und ist einer der bekanntesten Forscher des Shinrin Yoku:
Biophilia nennt man die These, dass Menschen ein angeborenes Bedürfnis haben, mit der Natur in Verbindung zu treten. Dieses Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie„Liebe zum Leben und der lebendigen Welt“.
Bekannt wurde es 1984 durch den amerikanischen Biologen E.O. Wilson. Seiner Meinung nach verspüren wir Menschen – da wir uns in stetigem Kontakt mit der Umgebung entwickelt haben – das biologische Bedürfnis, uns mit ihr zu verbinden. Wir lieben die Natur, weil wir gelernt haben, Dinge zu lieben, die uns beim Überleben helfen.
In der Natur fühlen wir uns wohl, weil wir den größten Teil unserer Zeit auf der Erde in ihr verbracht haben. Wir sind genetisch darauf programmiert, die Natur zu lieben. Sie ist in unseren Genen verankert.
Diese Verbindung ist essenziell für unser Wohlbefinden. Der Kontakt zur Natur kann unser Wohlbefinden ähnlich positiv beeinflussen wie regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung.
„Unsere Existenz hängt von dieser Neigung ab, unser Geist entfaltet sich aus ihr, Hoffnungen entsteigen ihrem Strom“, schrieb Wilson. Wir sind programmiert, uns mit der Welt der Natur zu verbinden – und profitieren davon, es zu tun, während unser Wohlbefinden leidet, wenn wir ihr entfremdet werden.
Shinrin Yoku ist wie eine Brücke
Wir sind ein Teil der natürlichen Welt. Unsere Rhythmen sind die Rhythmen der Natur.
Wenn wir langsam durch den Wald gehen und dabei sehen, hören, riechen, schmecken und berühren, dann bringen wir die Rhythmen in Einklang mit der Natur. Shinrin Yoku ist wie eine Brücke.
Es öffnet unsere Sinne und überbrückt dadurch die Kluft zwischen uns und der Welt der Natur. Und wenn wir in Harmonie mit der Natur sind, beginnt unsere Erholung.
Unser Nervensystem kann sich neu einstellen, Körper und Geist können sich wieder annähern, wie sie sein sollten.
Wenn wir im Einklang mit der Natur sind, fühlen wir uns erfrischt und erholt. Vielleicht kommen wir nicht sehr weit auf unserem Waldspaziergang, aber indem uns Shinrin Yoku mit der Natur verbindet, führt es uns zurück zu unserem wahren Selbst.
Wir tauchen ein in den Rhythmus der Natur und die wertvolle Medizin des Waldes. Indem wir unser Energiefeld dafür öffnen, geschieht es fast von alleine. Unser eigenes Energiefeld schwingt sich auf das Energiefeld des Waldes ein und wird harmonisiert.
Diese wunderbaren Geschenke stellt uns der Wald zur Verfügung und du bist herzlich willkommen mit uns zum Waldbaden zu kommen.
Herzlichst Christine

Gerne möchte ich heute den Erfahrungsbericht von Manuela mit euch teilen. Einen besonderen Dank an Manuela, denn dieses Teilen ist so wertvoll für andere:
"Letztes Jahr war ich nach einer gesundheitlich sehr fordernden Phase noch lange körperlich gestresst. Meine Bemühungen, zu entspannen, schlugen nicht recht an. So wurde ich im Rahmen meiner Suche nach etwas, das Entspannung, Bewegung und Draußensein miteinander kombiniert, auf das Waldbaden bei Christine Reise aufmerksam. Die Achtsamkeit, mit der wir langsam durch den Wald spazierten, das bewusste Wahrnehmen der Natur mit allen Sinnen und nicht zuletzt der meditative Anteil hatten eine unglaublich entspannende Wirkung auf mich. An den Tagen, an denen ich "waldbade", geht es mir besser. Ich fühle mich ausgeglichener."
Waldbaden in Wunstorf mit Christine Reise
Du möchtest Waldbaden selbst erleben? Ich biete geführtes Waldbaden in Wunstorf in der Region Hannover an. Gemeinsam gehen wir langsam und achtsam durch den Wald und kommen mit allen Sinnen in der Natur an.
Hier findest du alle Termine und Infos zum Waldbaden in Wunstorf
Waldbaden ist eine Ergänzung für mehr Wohlbefinden und ersetzt keine ärztliche Behandlung.
